Wählen Sie Lieferanten mit Bedacht: Stellen Sie Arbeitssicherheit und Verantwortung ins Zentrum Ihrer Entscheidungen

Wählen Sie Lieferanten mit Bedacht: Stellen Sie Arbeitssicherheit und Verantwortung ins Zentrum Ihrer Entscheidungen

Wenn Sie Lieferanten für Ihr Unternehmen auswählen, geht es längst nicht mehr nur um Preis und Qualität. Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende und Geschäftspartner erwarten zunehmend, dass Sie auch Verantwortung für die Bedingungen übernehmen, unter denen Ihre Produkte hergestellt werden. Eine bewusste Lieferantenauswahl stärkt das Vertrauen in Ihr Unternehmen, fördert nachhaltige Lieferketten und trägt zu mehr Sicherheit und Fairness am Arbeitsplatz bei – sowohl in der Schweiz als auch international.
Warum verantwortungsvolle Lieferantenwahl zählt
In einer global vernetzten Wirtschaft gibt es oft viele Zwischenstufen zwischen Produktion und Endkunde. Damit haben auch Schweizer Unternehmen Einfluss auf Arbeitsbedingungen, Umweltbelastung und ethische Standards weit über die Landesgrenzen hinaus. Wer Lieferanten mit Bedacht auswählt, zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können.
Zudem wird verantwortungsvolles Handeln zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil. Öffentliche Auftraggeber und viele private Unternehmen verlangen heute Nachweise über soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Wer seine Partner kennt und klare Standards setzt, ist besser aufgestellt, um neue Aufträge zu gewinnen und langfristige Beziehungen aufzubauen.
Lernen Sie Ihre Lieferanten und ihre Wertschöpfungskette kennen
Der erste Schritt zu verantwortungsvollen Entscheidungen ist Transparenz. Es reicht nicht, nur den Namen und Standort eines Lieferanten zu kennen – entscheidend ist, wie dort gearbeitet wird.
- Fragen Sie nach der Arbeitssicherheit: Gibt es klare Richtlinien zu Sicherheit, Gesundheitsschutz und Weiterbildung der Mitarbeitenden?
- Prüfen Sie die Umweltpraxis: Wie werden Abfälle, Energie und Ressourcen im Produktionsprozess gehandhabt?
- Achten Sie auf Zertifizierungen: Standards wie ISO 45001 (Arbeitssicherheit) oder ISO 14001 (Umweltmanagement) zeigen, dass systematisch an Verbesserungen gearbeitet wird.
- Beziehen Sie Unterlieferanten ein: Viele Risiken entstehen in tieferen Ebenen der Lieferkette. Fragen Sie, ob Ihr Lieferant auch dort Verantwortung übernimmt.
Diese Einblicke erfordern Zeit und Dialog, zahlen sich aber aus – durch Vertrauen, Stabilität und eine verlässliche Zusammenarbeit.
Klare Anforderungen stellen – und konsequent nachverfolgen
Verantwortung beginnt mit klaren Erwartungen. Formulieren Sie in Ihren Verträgen oder in einem Code of Conduct verbindliche Anforderungen zu Arbeitssicherheit, Ethik und Umwelt.
Doch Papier allein genügt nicht. Überprüfen Sie regelmässig, ob die vereinbarten Standards eingehalten werden – etwa durch Audits, Fragebögen oder persönliche Gespräche. Das zeigt, dass Sie Ihre Werte ernst nehmen, und ermöglicht es, Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Ein partnerschaftlicher Ansatz ist dabei entscheidend. Wenn Mängel auftreten, sollten sie als Chance zur Verbesserung verstanden werden. Viele Lieferanten sind bereit, sich weiterzuentwickeln, wenn sie Unterstützung und Orientierung erhalten.
Arbeitssicherheit in der gesamten Lieferkette denken
Arbeitssicherheit endet nicht an der eigenen Werkstatttür. Sie betrifft auch die Menschen, die Ihre Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen. Schlechte Arbeitsbedingungen können zu Unfällen, Krankheiten und Qualitätsproblemen führen – und letztlich dem Ruf Ihres Unternehmens schaden.
Indem Sie auf sichere Arbeitsplätze, faire Löhne und die Einhaltung von Arbeitsrechten achten, leisten Sie einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaft. Das gilt für alle Branchen – von der Industrie über das Bauwesen bis hin zu Dienstleistungen.
Verantwortung als Teil der Unternehmensstrategie
Nachhaltige Lieferantenwahl sollte kein einmaliges Projekt sein, sondern ein fester Bestandteil Ihrer Unternehmensstrategie. Das kann bedeuten:
- Soziale und ökologische Kriterien in die Beschaffungspolitik zu integrieren.
- Mitarbeitende im verantwortungsvollen Einkauf und in der Lieferantenkommunikation zu schulen.
- Offen über Ziele, Fortschritte und Herausforderungen zu berichten – intern wie extern.
Wenn Verantwortung selbstverständlich in Entscheidungsprozesse einfliesst, wird es leichter, wirtschaftlich und ethisch tragfähige Entscheidungen zu treffen.
Kleine Schritte mit grosser Wirkung
Niemand kann seine gesamte Lieferkette von heute auf morgen umstellen. Beginnen Sie dort, wo Sie den grössten Einfluss haben, und bauen Sie schrittweise darauf auf. Schon kleine Veränderungen – etwa die Wahl von Lieferanten mit nachweislich sicheren Arbeitsbedingungen oder kürzeren Transportwegen – können langfristig viel bewirken.
Das Wichtigste ist, den ersten Schritt zu tun und bewusst zu handeln. Denn wer Lieferanten mit Verantwortung auswählt, entscheidet sich gleichzeitig für eine positive Entwicklung – für Menschen, Umwelt und die Zukunft des eigenen Unternehmens.













